Von Passau zur Schwäbischen Alb

Passau gefällt uns sehr gut. Die Stadt ist unaufgeregt, zumindest unter der Woche als wir sie besuchen. Seltsam sind allerdings die zahlreichen Souvenirläden in der Altstadt mit dem üblichen Kitsch. Dort findet man unter anderem Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald, die dort wie sauer Brot feilgeboten werden. Was diese Dinger in einem niederbayerischen Touristenladen zu suchen haben verstehen wir nicht so ganz. Vielleicht sind die für die Touristen aus Übersee gedacht, die im Moment die Stadt nicht besuchen. Überhaupt geht es hier im Moment ziemlich ruhig zu. Selbst die Restaurants und Cafes sind nur spärlich besucht. Die niederbayerische Landschaft gefällt uns sehr gut. Die Berge sind nicht Seele und Blick erdrückend wie in Oberbayern oder Österreich. Die Landschaft ist eher gekennzeichnet durch weite Täler in die der Blick schweifen kann, bis er mit dem Horizont verschwimmt. Seit Thüringen haben die Blühstreifen an den Äckern abgenommen. In Bayern sind sie ganz verschwunden. Selbst wenn, der niedersächsische und sachsen-anhaltinische Bauer Geld für seine Blühstreifen um die Äcker bekommt, warum interessiert das weiter südlich keinen Bauern? Als wir letztes Jahr aus Skandinavien kamen und über Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen nach Bayern fuhren, war für uns auffällig, daß Alleen nach der Überquerung der bayerischen Grenzen nicht mehr vorhanden waren. Diesmal haben wir den gleichen Eindruck, nur das die Blühstreifen ebenfalls in Bayern fehlen. Und noch etwas fällt uns auf. Wir bezeichnen es als den „misstrauischen Blick“. Bei der Durchfahrt von Dörfern, bei der Rast in den Städten werden die Hälse gereckt. Die Einheimischen schielen auf das Nummernschild, blicken uns nach. Gegrüßt wird vor allem im städtischen Raum im Vergleich zu Norddeutschland seltener, bis gar nicht. Die Grenze liegt für uns irgendwo im südlichen Sachsen-Anhalt. Schade, uns als geborene Franken hat diese Art der täglichen Begegnung sehr gut gefallen. Auffällig ist ebenfalls, daß der Fahrstil im Süden unseres Landes und vor allem in Bayern auf uns aggressiver wirkt. Dicht auffahrende Autos, die Sperrstreifen und Abzweigmarkierungen überfahren erleben wir hier häufiger, was mit den spärlich vorhanden Blitzanlagen zusammenhängen mag. Seit Norwegen finden wir eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h auf Land- und Bundesstraßen für angemessen und angenehm. Andere Länder machen es ja vor. In Belgien gilt in der Region Flandern mittlerweile 70km/h auf Landstraßen, in Frankreich ist eine Höchstgeschwindigkeit von 80km/h vorgeschrieben. Am Steuer lassen wir uns weder von einem bayerischen Wurzelsepp, noch von einem fränkischen Maulaff dazu drängen, schneller als 90 km/h zu fahren. Punkt. Werdet endlich zivilisiert ihr pupertär-egoistischen Kloßfresser.

Am Zusammenfluß der Flüsse Inn und Donau.
Donau mit Veste Oberhaus im Hintergrund.
Die Altstadt von Passau.
Altstadt mit Donau im Vordergrund und Inn im Hintergrund.
Legendäres Haus.
Fast oben auf der Veste.
Stillgelegte Boote in Zeiten von Covid-19.
Unser Stellplatz in Aidenbach.
In Neuburg an der Donau in einem „guten Lokal“.
Unser erstes Wirtshausessen seit einem Jahr. In Oberbayern gibt es natürlich Haxn.
Donauenten.

Die Schwäbische Alb halten wir für eine der am meisten unterschätzten Regionen in Deutschland.

Moselwein, Spaghetti alio e olio und reichlich Sonne im Lautertal auf der Schwäbischen Alb.
Kostenlosen Strom für die Karre, Grillplätze und Natur pur. Hier gefällt es uns.
Eine kostenlose Ver- und Entsorgung. Wir lieben es….
Wasi, Wusi, Wosi, oder so ähnlich…
Burgruine Reußenstein.

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